Richtiges Verhalten in den Bergen

Naturschutz geht uns alle an

Autor Hüttenkurt

Datum 12.09.2022

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Griaß Di beim HÜTTENKULT!

Müll am Wegesrand, benutzte Taschentücher im Gebüsch … So manche Wanderer und Wanderinnen benehmen sich wirklich daneben. Dabei ist es leicht, sich achtsam in der Natur zu bewegen und auf Pflanzen, Mensch und Tiere aufzupassen. Ich geb Dir heute ein paar Tipps, wie Du Dich in der Natur und in den Bergen richtig verhälst und was Du dort auch für Dich tun kannst.

Wenn wir uns draußen bewegen, sollten wir uns so verhalten, dass die Natur keinen Schaden nimmt, oder? Und das ist auch gar nicht so schwer, wenn man sich an ein paar Gebote hält.

Rücksicht nehmen
Wir sind nur Gast in der Natur und so sollten wir uns auch verhalten. Tieren, Pflanzen und Mitmenschen sollte man nicht nur beim Wandern mit Rücksicht und Respekt begegnen. Lärm schreckt außerdem Wildtiere auf. Werden sie gestresst müssen sie mehr Energie verbrauchen, was im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.

Keinen Müll hinterlassen
Eh klar, denkst Du Dir jetzt vielleicht. Trotzdem findet man bei jeder Wanderung und auf jedem Spaziergang Müll, stimmt’s? Viele von Euch sammeln Müll dann ein, das ist sehr lobenswert, danke! Übrigens verrotten auch Essensreste nicht unbedingt schnell. Der heimische Apfel braucht zwar nur zwei Wochen zum Verrotten, eine Bananen- oder Orangenschale jedoch schon gut zwei Jahre. Also bitte mitnehmen.

Wegegebot
Das Wegegebot gibt es nicht umsonst und soll Wildtiere und den Boden schützen. Abkürzungen abseits der markierten Wanderwege können große Auswirkungen auf die Natur haben. #bleibamweg

Pflücken verboten
Eine Vielzahl von Blumen und Pflanzen sind streng geschützt. In Naturschutzgebieten ist es außerdem generell verboten, Wildpflanzen zu sammeln. In Kärnten ist außerdem das Sammeln von wildwachsenden Pilzen verboten. Das Sammeln von Eierschwammerl und Steinpilzen ist nur in der Zeit von 15. Juni bis 30. September erlaubt und auch nur 2 kg pro Person.

Auf Du und Du mit der Kuh
Kühe sind keine aggressiven Tiere, trotzdem gilt es beim Wandern nicht auf Kuschelkurs mit ihnen zu gehen. Wer mit seinem Hund am Berg unterwegs ist, sollte diesen unbedingt an die Leine nehmen, sobald sich einer Alm mit Kühen genähert wird. Aber auch ohne Hund sollte man einen sicheren Abstand zu weidenden Kühen wahren. Insbesondere um Jungtiere gilt es einen großen Bogen zu machen, denn deren Mütter zögern nicht, wenn es darum geht, ihre Kälber zu schützen. Mit einer Mama-Kuh legt man sich also besser nicht an. Kühe sind aufgrund ihres eingeschränkten Blickfeldes schreckhaft. Wer sich frühzeitig bemerkbar macht, verhindert ein unschönes Überraschungsmoment. Hektik vermeiden, Ruhe bewahren und locker-lässig an den Rindern vorbei wandern. So verlockend es auch sein mag – aufs Kühe-Streicheln sollte man von vornherein verzichten. Man kann schließlich nie wissen, ob man an eine Kuschelkuh gerät oder nicht. Eingezäunte Weideflächen nicht betreten! Im Zweifel verteidigen Kühe ihr Revier.

Wildcampen - bitte nicht
In Österreich ist das Wildcampen fast überall aus gutem Grund verboten, so auch in Kärnten. Wenn Dich aber die Dunkelheit in den Bergen überrascht oder Du Dich überschätzt hast wird ein Notbiwak geduldet.

Grüßen, freundlich und hilfsbereit sein
Ja, die Meisten von Euch grüßen immer, wenn man sich am Weg begegnet, denn ein Lächeln und ein kurzes “Griaß Di’” kostet nichts und macht den Tag in der Natur noch schöner. Auch Hilfsbereitschaft ist gefordert. Wenn Du unterwegs auf jemanden triffst, der/die in Schwierigkeiten ist, biete Deine Unterstützung an. Auch wenn Du “nur” mit einem Blasenpflaster, einem Blick in die Wander-App oder mit Orientierungstipps helfen kannst.

Schau auf Dich
Leider kommt es immer wieder vor, dass Menschen die Natur mit den besten Instgram-Hotspots verwechseln und sich, auf der Jagd nach dem besten Foto, in Lebensgefahr bringen. Das ist dann nicht nur für einen selber unangenehm, sondern auf für die Retterinnen und Retter. Neben stabilen Bergschuhen mit rutschfester Sohle, dem Wetter angepasster Kleidung, ausreichend Verpflegung und einem Erste-Hilfe-Set, sollte man natürlich immer auch ein Handy dabei haben. Aber nicht um zu posieren, sondern um im Notfall die 112 (europäische Notrufnummer) oder die 140 (Österreichische Notrufnummer für alpine Unfälle) erreichen zu können.

Schau auf dich
Nutze Deinen nächsten Ausflug in die Natur doch mal zum Waldbaden, zum Meditieren oder um ein paar Yoga-Übungen zu machen. Du wirst sehen, wie gut man sich danach fühlt.

Dein HÜTTENKURT!

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